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Maerz 2016

Maerz 2016

Lernen, Lehren und das Leben genießen – so oder so ähnlich könnte man das Kloster Stift Melk beschreiben, deren Treppe wir im Kalenderbild Maerz 2016 plaziert haben. Es gilt als Unesco Kulturerbe und als eines der schönsten Barockbauten der Welt. In der Zeit von 1702 – 1746 von Jakob Prandtauer erbaut, steht es auf einem Berg direkt an der Donau mit einem irren Blick in die Wachau. Die besten Handwerker jener Zeit arbeiteten an dem Bauwerk. Stuckateure aus Wien, die normalerweise an den Königshäusern beschäftigt waren, sind ebenso in der Handwerksliste geführt, wie die Theatermaler der berühmten Wiener Opernhäuser.

Schon bei der Gründung hatte der Abt Berthold Dietmayr die Vision, Stift Melk zu einem kulturellen, religiösen und weltlichen Zentrum im barocken Österreich zu machen. Schon damals gehörte eine Schule zum festen Bestandteil des Klosters und bis heute beherbergen die Mauern die älteste Schule Österreichs.

Im 20. Jahrhundert mußten die Ausgaben für Kriegsschäden und den Unterhalt der riesigen Anlage immer wieder durch den Verkauf von Kunstgegenständen refinanziert werden. So zum Beispiel der Verkauf einer Gutenberg Bibel an die Yale Universität im Jahr 1926. In der heutigen Zeit trägt der Tourismus nicht unerheblich zur Finanzierung der immensen Ausgaben bei. Durchschnittlich 500.000 Besucher werden pro Jahr an der Kasse gezählt.

Die zwei steinernen Wendeltreppen, deren Unterseite mit fantastischen Dekoren und Mustern bemalt sind, sind im linken und rechten Turm der Stiftskirche „St. Petrus & Paulus“ plaziert und führen bis hinauf in die Glockentürme der Kirche. Ein schmiedeeisernes Geländer bildet die Absturzsicherung und den seitlichen Abschluss der Treppe. Selbstverständlich setzen sich die Malereien an den Wänden fort und erzeugen ein Gesamtbild, das bei jedem Betrachter zu Schnappatmung führt. Welch eine wahnsinnige Arbeit, die mit einer Präzisions ausgeführt wurde, die heute kaum vorstellbar ist. Unzählige Maler müssen dort Monate verbracht haben, um diese Malerei in Orange-, Gold- und Rosetönen zu vollenden.

Wir wünschen allen Lesern einen wunderschönen Maerz 2016 und vielleicht haben sie Zeit das Kloster Melk zu besuchen. Eine Reise ist es nicht nur wegen der Treppen jederzeit wert.

www.stiftmelk.at