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März 2026

März 2026

Das Kalenderbild März 2026 zeigt das Geländer im Eingangsbereich der Villa Cipressi. Benannt wurde sie nach den im Garten stehenden Zypressen. Erbaut wurde die Villa hinter einer Landzunge in Vanessa am Ostufer des Comer Sees durch die Familie Serponti. Sie gehört zu einer der ältesten Villen und die Geschichte geht zurück bis ins 12. Jahrhundert.

Die Familie Serponti kam vermutlich mit dem deutschen Kaiser Heinrich VII an den Comer See. Wie überall in Europa, so war auch das heutige Italien, in einzelne Regionen, Fürstentümer und Adelsfamilien zerteilt. Rund um den Comer See wurden Kriege zwischen den Nachbarn geführt. Como mit Varenna, Varenna mit Lecco, die wiederum mit Mailand und so weiter. Die kleinteilige Herrscherstruktur aus der Vergangenheit beschert uns heute die hohe Dichte von herrschaftlichen Villen rund um den See.

Aber zurück zur Villa Cipressi, die aus mehreren Häusern besteht. Angefangen vom Bootshaus unten am See, über Gästehäuser, bis hinauf zur Straße, wo das Haupthaus sich befindet. Alles verbunden durch einen einzigartigen Garten. Bis 1980 war die Villa in Privatbesitz. Zuerst die bereits erwähnte Familie Serponti, im 18 Jahrhundert erwarb Baron Isimbardi das Anwesen. Er hat sein Geld als Direktor der Mailänder Münzprägeanstalt gemacht. Ihm folgte die Familie Andreossi und Sir Sulton aus England. Die beiden letztgenannten machten sich besonders um den parkähnlichen Garten verdient. Seit mehr als vierzig Jahren wird die Villa Cipressi von einem Verein als Hotel betrieben. Mit internationalen Gästen, Hochzeiten und Tagungen lebt der Mythos von Reichtum, Schönheit und Macht an diesem besonderen Ort weiter.

Das Haupthaus der Villa ist durch die verschiedenen Besitzer und Zeitepochen immer wieder neu interpretiert worden. So finden sich in der Architektur mediterrane oder auch orientalische Einflüsse. Terrazzoböden in den verschiedensten Farben, Steinsäulen und hohe Räume prägen das Interior. Unser Kalenderbild führt von der Lobby hinauf in den ersten Stock, wo sich die heutigen Hotelsuiten befinden. Granitstufen, gepaart mit einem geschmiedeten Eisengeländer und einem aufgesetzten Holzhandlauf. Das gesellschaftliche Leben spielte sich zu Zeiten Adelsfamilien im Garten oder im Erdgeschoß ab. Die Treppe nutzten nur die Familienmitglieder, wenn sie zu den Privaträumen gelangen wollten. Zweckgebundene Repräsentation beschreibt die Treppe am besten. Kein übermäßiger Glamour oder Schnickschnack, einfach ein wunderschönes Treppenhaus.

Wir wünschen euch einen frühlingshaften März 2026.