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Bahnhofstreppe

Bahnhofstreppe

Hölzerne Treppen auf einem Bahnhof des 21. Jahrhunderts? Schlagworte wie Statik, Brandschutz, Haltbarkeit lassen diese Vorstellung wie ein Märchen wirken, aber die Bahnhofstreppe im Lübecker Hauptbahnhof beweist das Gegenteil. Dem Dankmalschutz sei Dank. Ohne diese schützenden Hände über dem Bauwerk hätten die hölzernen Bahnhofstreppen sicherlich die letzte Renovierung im Jahr 2008 nicht überlebt.

Der Architekt Fritz Klingholz hat 1908 den Bahnhof für die Lübeck-Büchener-Eisenbahn geplant und gebaut. Der Bahnhof wurde als Reiterbahnhof erbaut, eine Konstruktion, wo das Empfangsgebäude einem Sattel gleich quer über die Gleisanlagen erstreckt. Treppen, Rampen und Aufzüge führen zu den Gleisen. 10 Gleise sind über die 4 Bahnsteige erreichbar. 31.000 Menschen nutzen den Bahnhof täglich und machen ihn so zum am stärksten frequentierten Bahnhof in Schleswig-Holstein.

Die oben erwähnte Modernisierung im Jahr 2008 sieht man den Treppen in besonderem Maße an. Durch den Anschluss an die Elektrifizierung mussten die Gleise tiefer gesetzt werden, um Platz für die Oberleitung zu schaffen. Die Treppen waren somit allerdings zu kurz, da auch die Bahnsteige nach unten verlegt werden mussten. Die Lösung war die Verlängerung der Treppen um 5 Stufen. Steinstufen mit Glasgeländer sind zwar ein Bruch in der Ästhetik, aber ein elegante architektonische Lösung als Bindeglied zwischen alt und neu.

Fahrt mal wieder mit der Bahn und Euch allen einen schönen Tag.

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