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Byron Bay – Hippies, Leuchtturm und ein paar Treppen

Byron Bay – Hippies, Leuchtturm und ein paar Treppen

Byron Bay, die alte Hippie Hochburg am östlichsten Punkt des australischen Festlandes, ist auch für die übernächste Generation Hippies noch ein Anziehungspunkt für das freie, sorglose Leben.

Vielleicht habe ich nicht den richtigen Einblick, aber es könnte sich wie folgt darstellen. Morgens nicht unbedingt allzu früh aufstehen, einige Erledigungen machen und dann runter zum Beach, mit Freunden chillen und zwischendurch einige Wellen surfen. Der Lebensunterhalt wird durch irgendwelche Online-Reise-Blogs oder durch irgendeine Art von kreativer Darbietung aus den Bereichen Gesang, Tanz oder handwerkliche Bastelarbeiten versucht zu sichern. Man wohnt in der Regel in Kleinbussen mit integriertem Schlafplatz, Küchenecke und Surfboard oben drauf. Gern wird die kreative Darstellung auf das KFZ erweitert, wenn gerade kein anderer Auftrag, sprich Maluntergrund, zu Hand ist. Jetzt könnte man meinen, das ist Marketing, so wie unser Auto auch Werbeträger ist. Diplomatisch formuliert muss man sagen: Korrekt, es gibt für jeden und alles den richtigen Kunden. Einige Hippies der ersten Welle sind auf jeden Fall auch noch da, wahrscheinlich mittlerweile sesshaft geworden, da ein Leben im Auto ja auch nichts für die Ewigkeit ist.

Die Frage, ob sich Byron Bay, als wirklich fantastischer Badeort, auch für ein Treppenbusiness eignen würde, muss klar verneint werden. Bis auf einige Strandtreppen, für deren Errichtung kein wirkliches Know How vorhanden sein muss, und einige Treppen in den Shops gibt es nicht so richtig viel zu tun. Bauaktivitäten waren jedenfalls keine zu sehen. Hätte ich hier ein Treppenbusiness, hätte ich auch ein Schild am Eingang. Darauf stände in großen Worten „Sorry, we are gone to the Beach“.

Hier ist man deutlich erfolgreicher, wenn man irgendetwas mit Strand und Meer anbietet. Yogakurse am Beach, Surfboardverleih, Kajaktouren hinaus zu den Delfinen oder einen DIY-Kurs „Wie baue ich eine Sandburg“. Wie eingangs erwähnt, es gibt nichts was es nicht gibt und keine Geschäftsidee ist zu blöd, als das sie nicht funktionieren würde.

Aber ein architektonisches Highlight von Byron Bay soll nicht unerwähnt bleiben. Der Leuchtturm am Cape Byron von 1901 sieht nicht nur toll aus, sondern erfüllt immer noch seine Funktion. Sobald die Dämmerung hereinbricht, erstrahlt ein heller Lichtkegel für einen Momente die Szenerie, bevor er im Uhrzeigersinn weiter wandert, um kurze Zeit später, wieder für einen Moment, das Licht zu spenden.

Ich muss an dieser Stelle kurz abschweifen und eine Frage loswerden: „Drehen sich bei uns in Deutschland die Leuchtfeuer auch im Uhrzeigersinn oder anders herum?“ Ihre geschätzte Antwort würde meinen persönlichen Wissenstand deutlich erweitern.

Aber zurück zum Leuchtturm von Byron Bay. Von dort oben hat man einen fantastischen Blick über die Strände links und rechts vom Kap, über die Weite des Pazifiks und auf die vorbeiziehenden Buckelwale. Im Herbst und Winter kommen Sie aus der Antarktis die Küste bis nach Queensland hinauf. Am 31.03.2019 wurde der erste Buckelwal der Session 2019 vor Byron Bay gesichtet. Uns war dieses Schauspiel leider nicht vergönnt.

Für Treppenbauer, die noch nicht im Altersruhestand sind, ist Byron Bay vielleicht nicht der beste Ort der Welt, für alle anderen, egal ob Hippie oder nicht, auf jeden Fall ein Fleck auf der Erdkugel, den man mal gesehen haben sollte.

Euch einen schönen Tag. Sorry, we are gone to the Beach.