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Devonport und die alten Treppen von Auckland

Devonport und die alten Treppen von Auckland

Vom Ferry Terminal nach Devonport braucht man nur 10 Minuten und 15 Dollar für die Hin- & Rückfahrt. Genau schräg gegenüber liegt dieser etwas verträumte Stadtteil. Galerien und Touristenshops begleiten den Besucher auf der Victoria Road, der Hauptstraße direkt am Fähranleger von Devonport. Es ist nur ein kleiner Fußmarsch und man ist am Fuße des Mt. Victoria, der höchsten Erhebung diesseits der Aucklandbucht. Der Weg hinauf auf den Gipfel führt vorbei am Signalfahnenhaus, jener nautischen Einrichtung längst vergangener Seefahrertage, als noch Fahnen für die Kommunikation zwischen den Schiffen auf Reede und dem Hafen verwendet wurden. Den ankernden Schiffen wurde durch die verschiedensten Fahnen und Fahnenkombinationen signalisiert, wann wer einlaufen darf und wo das Schiff festmachen sollte.

Nicht minder spannend ist die heutige Nutzung dieser ruhigen, abgeschiedenen Behausung. Schriftsteller und Autoren können sich für einen Aufenthalt bewerben, um in einer ruhigen, inspirierenden Umgebung mit Blick auf Auckland und das Meer jede Art von Unterhaltung oder Fachwissen zu verfassen. Ehrlich gesagt wäre das auch mal was für mich.

Oben auf dem Gipfelplateau hat man eine fantastische Aussicht über Auckland, die Auckland Bridge und das weite Meer mit den vorgelagerten Inseln. Ein wirklich schöner Platz auf diesem Planeten. Sehr zu empfehlen.

Aber wie der Mensch nun mal so ist, man muss weiter um neues zu entdecken. Die Eindrücke von Devonport und dem Mt. Victoria fest in den Gehirnwindungen und der Speicherkarte der Digitalkamera abgelegt, ging es zurück nach Auckland City. Treppencheck hieß die zweite Disziplin am gestrigen Tag. Und da hat die victorianische Geschichte dieser Stadt einige wirklich schöne Exemplare entstehen lassen. Und noch viel wichtiger, sie sind erhalten geblieben. So ist zum Beispiel das alte Zollgebäude in der Customs Street aus dem Jahr 1889 mit seiner wunderschönen Treppenanlage über 3 Etagen ein Zeugnis der damaligen Baukunst, Ästhetik und Gestaltung. Eine andere, nicht minder interessante Geschichte, weiß die Treppe im Hotel DeBrett in der Shortland Street zu erzählen. Erbaut in den Anfängen der 1920er Jahre hat es z.B. in den 1950er Jahren eine Komplettrenovierung erfahren. Der damals herrschende Geschmack und Zeitgeist wurde dann auch auf das Treppenhaus übertragen. Glatte Mahagoniverkleidungen der Treppenwangen und der Treppenhauswände sind Zeugnis dieser Epoche. Man kann darüber vortrefflich streiten, ob man diese  wieder entfernen sollte oder nicht, aber sie belegen die wechselnde Geschichte und Nutzung der Gebäude bis heute. Und ehrlich, es passt einfach zum Haus so wie es ist.

Mal sehen was am heutigen Freitag so los ist. Egal wo auf der Welt. Genießt den Platz wo Ihr seid.

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