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Die Welt verkehrt herum

Die Welt verkehrt herum

Einige von euch haben sicherlich in den letzten Tagen schon auf den nächsten Blog gewartet. Die letzte vier Tage haben wir damit gekämpft, dass hier in Australien die Welt verkehrt herum ist. Nicht nur, dass wir eigentlich auf dem Kopf stehen, nein nahezu alles ist anders herum, als wir es kennen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich hinters Steuer eines Rechtslenkers gewagt und ja, es funktioniert. Man fühlt sich ein wenig wie ein Fahrschüler, der gerade kurz vor der Prüfung steht. Klar, dass Straßenbahnen und Busse auch links fahren. Damit nicht genug, Drehtüren drehen sind anders herum als wir es gewohnt sind, man läuft links und auch Rolltreppen gehen links nach oben. Das gleiche gilt für Türschlösser. Und selbst im Schwimmbad geht es für uns verkehrt herum. Mal sehen wie lange es dauert, bis wir uns Deutschland wieder zurück gewöhnt haben.

Wir sind weiter nach Norden gefahren. Unsere erste Station war Newcastle, NSW. Berühmt, was wir allerdings auch nicht wussten, für den weltgrößten Kohlehafen. Frachter aus der ganzen Welt machen hier Station um Kohle zu laden, dann wieder nach „Hause“ zu fahren, um dann dort, die Kohle zu verbrennen. Irgendwie verrückt, wenn man länger drüber nachdeckt.

Nach zwei Tagen in Newcastle ging die Reise weiter auf dem Pazific Highway nach Port Macquarie. Auch hier findet etwas Einzigartiges in der Welt. Ein Koala Hospital, das sich um verwundete und kranke Koalas kümmert. Von Verbrennungen aufgrund von Waldbränden, über Autounfälle und Hundeattacken bis zu Augenerkrankungen reicht die Bandbreite in den Patientenakten. Einige müssen für immer da bleiben, andere, die wieder komplett gesund sind, werden wieder ausgesetzt. Aber die eigentliche Bedrohung der Koala Population, der immer kleiner werdende Lebensraum, kann auch in der Koala Klinik nicht gelöst werden. Schätzungen gehen davon aus, dass die nur an der Ostküste Australiens lebenden Koalas in ca. 30 – 40 Jahren ausgestorben sein werden. Hoffen wir mal, dass es nicht dazu kommt.

Wie geht es denn überhaupt mit den Treppen weiter? Nun, hier in den kleinen Städten entlang der Küste dominiert der Bunglow die Hauslandschaft. Selten, dass ein Gebäude mal mehr als zwei Stockwerke hat. Somit müssen wir euch vertrösten, bis wir Brisbane erreicht haben. Dort allerdings warten wieder spektakuläre Treppen im viktorianischen Stil darauf, von uns entdeckt zu werden.

Euch einen schönen Sontag beste Grüße aus Down Under.