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Hello Shopper

Hello Shopper

Tag 18: Bei schönstem Frühlingswetter verabschiedeten wir uns von Vancouver und fuhren südwärts, zurück nach Seattle. Wir wollten uns wieder mal so fühlen wie richtige Amerikaner und machten Stop an einem riesigen Outletcenter. Sonntag ist Shoppingtag und das in ganz großen Stil. Zuerst einen Outdoorshop und mal schauen was es alles gibt – kurze Antwort alles. Vom 8 Meter Kabinenschiff mit 300 PS Außenbordmotor und Trailer, über Outdoorquads für das richtig schwere Gelände, weiter zum kompletten Jagd-, Survival- und Campingequipment bis hin zu Munition für alle Kaliber.  OK die Waffen und Munition irritieren uns Europäer ein wenig, zumal Beides frei zugänglich im Laden ist, aber die Amerikaner sind da super entspannt. Meiner Aufmerksamkeit ist es nicht entgangen, dass es offensichtlich bei wilden Tieren auch Schönheiten gibt, die andere einfach blass aussehen lassen. Miss September scheint bei Hirschen eine besondere Anziehungskraft zu entfalten. Man stellt sie aufgeblasen in den Wald und die Hirsche schauen interessiert vorbei. Kannte ich so vorher nur von Beate Uhse. Wieder was gelernt.

Die Shoppingtour ging weiter zum benachbarten Baumarkt. Mit dem Auto wie es sich gehört, schließlich will man ja die Aufmerksamkeit der Security nicht ungedingt auf sich lenken, nur weil man zum nächsten Shop zu Fuß geht. Macht man einfach nicht. Auch hier wieder ein Angebot, was kaum überschaubar ist. Am Eingang eine Kiste mit Wasserflaschen, die man sich als Kunde kostenlos – ja ich wiederhole kostenlos – nehmen kann. Super Service. Dann gibt es für jeden Nagel und für jede Gelegenheit den richtigen Hammer. Gleiches Bild bei Zangen, Schraubenschlüsseln, Feilen und was man sonst so als geübter Heimwerker noch braucht. Aber die Baumärkte in Deutschland sehen nicht viel andern aus. Am Ausgang dann aber wieder ein Schild, was so in Deutschland nicht steht. „Wenn Sie mit unserem Service zufrieden waren – läuten Sie die Glocke.“ Soweit so gut, aber was macht der unzufriedene Kunden? Für den gibt es kein Hilfsmittel, um seinem Gefühl Ausdruck zu verleihen. Da bleibt nur Schreien, Fluchen, irgendwas laut auf dem Boden werfen oder die gerade erworbene Kettensäge mal laut im Laden ausprobieren.

Weiter zum dritten Shop in gewohnter Art und Weise. Supermarkt. Mal noch schnell was zum Abendessen holen. Schnell ist wieder so eine Sache, wenn man sich in der riesigen Halle nicht auskennt. Aber das Leben hat immer eine Lektion parat. Spam, allen bekannt als unerwünschte Mail für Viagra, Brustvergrößerungen oder die Bekanntgabe der eigenen Kontodaten, gibt es jetzt in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Sind das unsere gelöschten Mails, geschreddert und geschmacklich aufbereitet? Ist es der Wissenschaft endlich gelungen unserer Onlinedaten in lebenserhaltende Nahrung umzuwandeln? Bei dem Gedanken habe ich mich für zwei Bananen, eine große Flasche Orangensaft, einen Bagel und einen Donat entschieden. Dem Spam traue ich nicht so recht über den Weg. Euch allen einen guten Appetit und einen schönen Tag. #smgtreppenontour #shopping #seattle #smastairways