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Mit 200 Stufen auf 89 Meter über den Pazifik

Mit 200 Stufen auf 89 Meter über den Pazifik

Unser letzter Tag in Sydney ist angebrochen und da stellt sich natürlich schnell die Frage was man noch sehen will. Es gibt so viel zu erleben, zu entdecken und zu erkunden, dass die eine Woche hier in Sydney wieder einmal viel zu schnell vergangen ist. Aber 200 Stufen auf Sydneys Wahrzeichen müssen es auf jeden Fall noch sein.

89 Meter mit 200 Stufen, das kann gar nicht sein, werden die erfahrenen Treppenbauer und strebsamen Mathematiker sofort erwidern. Mathematisch korrekt würde dies eine Steigungshöhe von 44,5 cm bedeuten. Um diese Stufenhöhe zu überwinden bräuchte man eine Fußbank, die man davor stellen kann. Also ist Aufklärung erforderlich.

Wie natürlich alle schon längst erkannt haben,  waren wir auf einem der vier steinernen Pylonen der Sydney Habour Bridge. Die 200 Stufen beginnen erst auf Höhe der Straßenebene, welche bei rund 55 Meter über dem Pazifik liegt. Dadurch ergeben sich angenehme 17 cm Steigungshöhe, um auf die Aussichtplattform zu gelangen. Erstaunlicherweise sind die vier Pylone nur Dekoration und haben, anders als bei anderen Brückenkonstruktionen, keine Last zu tragen. Ganz anders verhält es sich bei der gesamten Stahlkonstruktion, deren gewaltige Ausmaße man erst von oben richtig überschauen kann. Auf dem Weg nach oben hält das Museum fundiertes Fachwissen über die Brücke, deren Erbauer, sowie alle technischen Details bereit. Mächtig gewaltig kommt einem dabei sofort in den Sinn. 52.800 Tonnen Stahl werden von rund 6 Millionen Nieten an Ort und Stelle gehalten. Die Brücke überspannt 503 Meter und hatte eine Höhe von 134 Meter über der Wasseroberfläche. Die Breite von 49 Metern gibt 8 Fahrspuren, 2 Zuggleisen und 2 Fußwegen nebeneinander Platz. Gebaut wurde Sie von 1924 – 1932. Der ursprünglich drei-schichtige Farbauftrag verbrauchte die unglaubliche Menge von 272.000 Litern. Rund 160.000 Fahrzeuge passieren die Brücke durchschnittlich pro Tag.

Wie beeindruckend die Zahlen auch sein mögen, noch beeindruckender ist das 360 Grad Panorama über die Stadt, den Hafen, die Oper und alles andere. Man kann sich gar nicht sattsehen an den vielen interessantes Details, den vielen Boote und Fähren, die permanent in den Hafen ein- und auslaufen. Überall verändert sich die Szenerie. Ein niemals endendes Schauspiel, dessen Zuschauer man für einen kurzen Moment der Geschichte sein darf. Diese 200 Stufen haben sich echt gelohnt.

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