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St Kilda – great stairs and great wildlife

St Kilda – great stairs and great wildlife

St Kilda ist auf halben Weg zwischen Melbourne City und Brighton. Ein ruhiger, wohlhabender Vorort, bekannt für seine Promenade „Esplanade“ mit den vielen Cafes, Restaurants und Pubs. 1839 wurde St Kilda gegründet und seither erfreut es sich einer immer größeren Beliebtheit. Wundervolle viktorianische Villen mit Balkonen und wundervollen verzierte Metallgeländer, Stützen und Vordächer schmücken die Häuser.

Ein Beispiel ist die Eildon Mansion in der Grey Street. Eines der größten Renaissance Häuser in Melbourne, gebaut 1877 nach den Plänen des Architekten John Gill für den Geschäftsmann Edward Bernard Green. Nachdem seine Frau verstarb wechselten die Besitzer und Nutzungen hin und her. Einmal war es Guesthouse, dann Hotel, zwischendurch viel Leerstand bis es mit dem Einzug eines Backpackers Hotel seinen Tiefpunkt Anfang der 1990 Jahre erreichte. Es war wahrscheinlich nur Glück dass es in der Zeit nicht komplett runtergerockt wurde. Irgendwann erkannten die Denkmalschützer in Melbourne den Wert solcher historischen Schätze und ernannten die Eildon Mansion als Heritage Building. Eine umfassende Sanierung folgte und es konnten einige Teile des originalen Interiors erhalten werden. Dazu gehört natürlich auch die wundervolle 2×1/4 gewendelte Holztreppe. Eingestemmte Wandwange, aufgesattelte Lichtwange mit Ornamenten verziert, Tritt- und Setzstufen mit Blockstufenantritt. Der Handlauf startet mit einer typischen Handlaufschnecke. 140 Jahre alt und immer noch in gutem Zustand. Bleibt zu hoffen, da die französiche Sprachschule, die die Eildon Mansion gerade nutzt, das historische Erbe weiter pflegen und erhalten vermag.

Ein anderer Grund um St Kilda zu besuchen, ist das für uns seltene Wildlife. Kormorane, Möwen und andere Seevögel sind uns durchaus aus der Heimat bekannt, aber Pinguine kommen eigentlich nicht nördlich des Äquators vor. Hier am St Kilda Pier ist eine Kolonie von Zwergpinguinen. Tagsüber auf dem Meer zum Fischen, kehren sie nach Einbruch der Dunkelheit zu ihren Schlafplätzen zwischen den rießigen Steinen der Wellenbrecher am Pier zurück. Laut kreischend nehmen sie die gewohnten Steine wieder in Beschlag, tauschen sich untereinander über den Tag aus, bis später in der Nacht, endlich Ruhe am Pier einkehrt. Die Pinguine sind komplett an die Menschen gewöhnt und so stört es sie auch nicht, dass hunderte Menschen jeden Abend am Pier stehen und darauf warten, dass die Pinguine vom Meer zurückkommen. Es klingt jetzt spektakulärer er als es in Wahrheit ist. Das Wasser bewegt sich nur minimal hin und her, wenn die Pinguine zum Atmen an die Oberfläche kommen. Sonst sieht man sie erst, wenn sie die Felsbrocken erklimmen. Wie auch immer. Etwas zu sehen, was man zu Hause nicht hat, ist immer besonders.

Euch allen eine erlebnisreichen Tag.

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